Entrepreneurship. Leidenschaft in ihrer reinsten Form.
24 Apr
“Von der Lust, Entrepreneur zu sein” unter diesem Motto findet das Frühstück mit Prof. Dr. Faltin statt. Dieses eine kleine Wort, die Lust, beschreibt für mich bereits einen der wichtigsten Faktoren, welche einen echten Entrepreneur ausmachen.
Die pure Lust.
Entrepreneure sind leidenschaftliche Menschen. Sie lieben ihr Schaffen, sind beherzt und energisch bei der Sache. Das Kreieren neuer Ideen, Zerstören derselben und letztendliche Freigeben zur Umsetzung ist ein fortwährender Prozess, der sie anspornt und Lust auf Mehr macht. Es ist ihre Leidenschaft, die sie antreibt.
Zaudern unerwünscht.
Entrepreneur zu sein, bedeutet Entscheidungen zu treffen. Täglich. Mehrmals. Unerlässlich, neben einer flammenden Leidenschaft, sind Heldenmut und ein starker “Zug zum Tor”. Echte Entrepreneure wissen was sie wollen, erkennen Risiken [realistisch] und gehen diese auch ein (!). Die Welt des Entrepreneurs ist ununterbrochen im Fluss, Stillstand gibt es nicht, ebensowenig einen geregelten, beständigen Tagesablauf. Die täglich Herausforderung halten seine Leidenschaft am Brennen! Er ist Problemlöser im Angesicht unendlicher Chancen. Eine Entscheidung folgt der nächsten. Nichts für schwache Nerven.
Kultur schaffen
An dieser Stelle möchte ich noch einen Punkt aus zwei anderen Beiträgen zur Blogparade aufgreifen. H.P. Wallner und Marcus Ambrosch haben beschrieben, wie ein Entrepreneur mit Freiheit und Disziplin umgeht. Ich möchte diese Ausführungen gerne um den Punkt “Umgang mit Scheitern” ergänzen.
++ Umgang mit Freiheit:
Entrepreneure dürfen jederzeit selbst entscheiden. Und sie lieben es.
++ Umgang mit Disziplin:
Entrepreneure haben den nötigen Biss. Und wissen was sie wollen.
++ Umgang mit Misserfolgen:
Entrepreneure akzeptieren ein Scheitern. Und wichtiger: sie feiern es.
Der von mir hinzugefügte Punkt sei noch kurz erläutert: Die Vielzahl an Chancen bringt nicht nur strahlende Erfolge mit sich. Oft werden Projekte scheitern oder erst gar nicht gestartet, Ideen von Kritikern zerfetzt oder vielleicht einfach nicht weiter finanziert. Hier ist wiederum der Heldenmut des Entrepreneurs gefragt. Er lehnt sich weit aus dem Fenster, schreit seine Ideen in die Welt hinaus und sucht Mitstreiter – stets bewusst, über die eingegangenen Risiken. Gescheiterte Projekte stellen für den Entrepreneur jedoch keinen Mißerfolg dar. Sie werden gefeiert, denn: Fehler und Irrtümer erhöhen die Lernkurve enorm! Was kann einem also besser passieren, als Fehler zu machen!?
Dieses Akzeptieren und Hochhalten von gescheiterten Vorhaben ist in unserer Kultur leider nur minimalst vorhanden. Wie ich meine, wäre das jedoch ein wesentlicher Punkt, um die Entwicklung einer ausgeprägten Entrepreneurship-Kultur zu fördern. Wagemutige Unternehmer müssen gefeiert werden, auch wenn sie einmal nicht richtig liegen. Schließlich sind sie es, die Innovationen mit-ermöglichen, die Wirtschaft ankurbeln und das häufig in ihrer “Freizeit”, was den leidenschaftlichen Unternehmer jedoch nicht stört.
Leidenschaftliche Unternehmer verfolgen Ihre Träume, gehen Risiken ein [ja sie tun es wirklich und reden nicht nur davon, während sie sich zu 100% absichern], lassen das Ziel nie aus den Augen, auch wenn es sich noch so oft verändert [Entwicklung und Veränderung sind ständige Begleiter] und ja, als Unternehmerin bringt man auch Opfer [klingt negativer als gewollt] – man folgt einzig seiner Leidenschaft.
Mein Wunsch an jeden Einzelnen – ob Entrepreneur, Angestellter, Suchender … hört hinein, was wollt Ihr wirklich? Wo brennt Euer Feuer? Geht raus und handelt danach! Und erzählt davon. Das macht auch anderen Mut. Seid Helden einer neuen Zeit.
Weitere Beiträge zur Mingo Blogparade Entrepreneurship
[Was ist eine Blogparade?]
- Thomas Thaler: Was ist ein Entrepreneur?
- Heinz Peter Wallner: Heureka, ich bin UnternehmerIn! Warum auch nicht?
- Marcus Ambrosch: Berufsbezeichnung – Entrepreneur?
- Hannes Offenbacher: Die Entscheidung. Das Schwert des Entrepreneurs
- Gerhard Wehe: Soziologische Perspektiven
- Cornelia Daniel: Entrepreneurship und das halb volle Glas
- Cornelia Bredt: Entrepreneurshipp – Unternehmen Zukunft
- Nicole Arnitz: Entrepreneurship. Leidenschaft in ihrer reinsten Form
- Johanna Kriks: Kreativität, Leidenschaft und Vertrauen – über die Lust am Unternehmertum
- Manuel Gruber: Entrepreneurship 2010 – Warum die Old Economy nervt und die wahren Stars Surfshorts tragen
- Franz Kühmayer: Entrepreneurship beginnt im Bildungssystem
- Valentin Heppner: Warum soll ich Entrepreneur werden?


Danke für den tollen Beitrag. Da muss ich direkt einmal über Nerds schreiben. Nicht als Gegenstück zum Entrepreneur, sondern in bestimmten Bereichen ähnlich und in anderen anders.
Für mich hast Du im letzten Satz einen ganz wichtigen Punkt angesprochen, der würdig wäre, tiefer beleuchtet zu werden.
…. ” erzählt davon” …
Das Geschichten erzählen, das Vorbild sein, das Mut machen – hängt vor allem vom Erzählen von inspirierenden Geschichten ab. Hier haben wir noch viel zu tun, denn derzeit wird hauptsächlich über Politik und Börsenunternehmen gesprochen…
Genau dieses “erzählt davon” ist meines Erachtens total wichtig. Leider misinterpretieren ganz viele Mitmenschen das und sprechen dann gleich von Selbstbeweihräucherung und Eigenlob.
Neid ist schliesslich die vollendetste Form der Anerkennung ;-)