Diktatur vs. Selbst-Bewusst-sein

26 Sep

Ein sehr spannendes Themenfeld stellt die Diskussion um Reiz-Reaktions-Verhalten dar. Häufig wird davon ausgegangen, dass jeder von uns ein bestimmtes Set an Verhaltensweisen inne hat – wir wurden schon in frühester Kindheit konditioniert und reagieren auf bestimmte Umstände immer gleich.

In der Lehre spricht man von 3 sozialen Landkarten – welche unser Verhalten bestimmen:

  • Genetischer Determinismus (DNS bestimmt unser Leben, Verhaltensweisen werden von Generation zu Generation weitergegeben)
  • Psychischer Determinismus (die Erziehung unserer Eltern und frühe Kindheitserfahrungen sind richtungsweisend)
  • Umwelt-Determinismus (unsere Umwelt – Kollegen, ökonomische Situation, Lehrer etc. – sind für unser Verhalten verantwortlich)

Ist das nicht herrlich! Keine Eigenverantwortung. Keine Entscheidung, die nur von unserem Willen abhinge. Keine Verantwortung. Alles reine Konditionierung (Pawlowsches Experiment).

Warum mich dieses Thema momentan beschäftigt:

Am Donnerstag war ich Teil einer sehr spannende Diskussion beim SERI-10-Jahres-Fest in kleinem Kreis der Tomorow’s Sustainability Leaders. Wir gingen den Fragen nach, woran es liegen möge, dass so viele Menschen keine Ahnung oder gar Interesse am Thema Nachhaltigkeit haben / nichts unternehmen, um ihren Wissensstand zu verändern / was wir, die Gesellschaft, die Politik tun könne, um die Masse wach zu rütteln / zum Handeln zu bewegen.

Sehr kontrovers. Von “Diktatur” bis hin zu laissez-faire war alles dabei.

Nachhaltiges Handeln und Denken ist [noch] einer “Elite” vorbehalten. Eine Möglichkeit wäre es, über Gesetze und Vorgaben ein Umdenken zu erzwingen und der breiten Masse so das Entscheiden und Nachdenken abzunehmen. Was, so eine Teilmeinung der Young Sustainability Leaders, nötig ist und wohl auch akzeptiert würde – eigentlich sogar erwünscht, da der Mensch ansich keine Entscheidungen treffen will (da dies mit Energie-Aufwand verbunden ist …).

Kurzum, es ging also um REAKTIVES Verhalten und wie man dieses in  “richtige” Bahnen lenken kann.

Betrachtet man aber das Reiz-Reaktion Schema von Viktor Frankl, so sieht man sich einem pro-aktivem Modell gegenüber. Zwischen Reiz und Reaktion liegt der Entscheidungsfreiraum – bestimmt durch Selbst-Bewusstheit, Vorstellungskraft, Gewissen und dem unabhängigem Willen. Konditionierung kann also überwunden werden, denn im Gegensatz zu Tieren besitzt der Menschen die Fähigkeit, über den eigentlichen Gedankenvorgang nachzudenken.

Ich persönlich bin der Meingung, dass es – auch oder vorallem in Belangen der Nachhaltigkeit – um Aktivierung geht. Aktivierung im Sinne von Vorleben und neugierig machen, Möglichkeiten aufzeigen und Unterstützung anbieten. Um das Entfachen von PRO-AKTIVEM Handeln.

Oben genannte Determinanten sind nicht maßgeblich für unser Handeln verantwortlich. Wir können die Komfortzone verlassen, es liegt an uns. Wir können selbst entscheiden, wie sich ein Reiz auf unsere Reaktion auswirkt.

Frankl nannte es “die letzte Freiheit des Menschen”ein selbst-bewusstes Wesen zu sein, entscheiden zu können, wie wir auf einen auftretenden Reiz reagieren.

Und ich meine, dass wir diese Freiheit jedem zusprechen müssen. Wir können nicht von einer un-reflektierten Masse mit Entscheidungsschwäche oder -Unfähigkeit ausgehen – so kann sich langfristig nichts fundamental ändern.

Eine PRO-AKTIVE Veränderung erfolgt von INNEN nach AUßEN. Ich BIN anders, um da draußen etwas positives zu verändern – das sollte der Grundgedanke sein. Jeder kann selbst-bewusst Gestalter sein. Ein grundlegender gesetzlicher Rahmen wird natürlich nötig sein, aber wesentlich wird die Wahl eines jeden Einzelnen sein.

Was ich gegen eine Diktatur zur Verbesserung des Nachhaltigkeits-Bewusstseins habe? Diktatoren sind Marionetten und austauschbar. Zudem bewirken sie keine Änderung im Denken der Menschen.

Es ist an der Zeit für einen Paradigmenwechsel. Und das schöne ist, wir haben es in der Hand!  Schritt für Schritt. Wir sind schon am Weg.

“Ich kenne keine ermutigendere Tatsache als die fraglose Fähigkeit des Menschen, sein Leben durch bewusste Anstrengung weiterzuentwickeln.” [Henry David Thoreau]

Was wir von Vikor Frankl lernen dürfen.

Ein sehr spannendes Themenfeld stellt die Diskussion um Reiz-Reaktions-Verhalten dar. Grundsätzlich wird

davon ausgegangen, dass jeder von uns ein bestimmtes Set an Verhaltensweisen inne hat – wir wurden schon

in frühester Kindheit konditioniert  und reagieren auf bestimmte Umstände immer gleich. In der Lehre

spricht man von 3 sozialen Landkarten – welche unser Verhalten bestimmen:

Genetischer Determinismus (DNS bestimmt unser Leben, Verhaltensweisen werden von Generation zu Generation

weitergegeben)
Psychischer Determinismus (die Erziehung unserer Eltern und frühe Kindheitserfahrungen sind

richtungsweisend)
Umwelt-Determinismus (unsere Umwelt – Kollegen, ökonomische Situation, Lehrer etc. – sind für unser

Verhalten verantwortlich)

Ist das nicht herrlich! Keine Eigenverantwortung. Keine Entscheidung, die nur von uns abhinge. Keine

Verantwortung für Taten… da wir alles an unserer – auferlegten – Konditionierung festmachen können.

Warum mich dieses Thema momentan beschäftigt:
Am Donnerstag war ich Teil einer sehr spannende Diskussion beim SERI-10-Jahres-Fest in kleinem Kreis der

Young Sustainability Leaders. Wir gingen den Fragen nach, woran es liegen möge, dass so viele Menschen

keine Ahnung von dem Thema Nachhaltigkeit haben / nichts unternehmen, um ihren Wissensstand zu ändern /

was wir, die Gesellschaft, die Politik tun könne, um die Masse wach zu rütteln.

Sehr kontrovers. Von Diktatur bis hin zu laissez-faire war alles dabei.
Nachhaltiges Handeln und Denken ist [noch] einer “Elite” vorbehalten.Eine Möglichkeit wäre es, über

Gesetze und Vorgaben ein Umdenken zu erzwingen und der breiten Masse so das Entscheiden und Nachdenken

abzunehmen. Was, so eine Teilmeinung der Young Sustainability Leaders, nötig ist und wohl auch akzeptiert

würde – eigentlich sogar erwünscht, da der Mensch ansich keine Entscheidungen treffen will.

Kurzum, es ging also um das REAKTIVES Verhalten und wie man dieses in die “richtige” Richtung lenken kann.

Betrachtet man also das Reiz-Reaktions Schema von Viktor Frankl, so sieht man sich einem pro-aktivem

Modell gegenüber. Zwischen Reiz und Reaktion liegt der Entscheidungsfreiraum – bestimmt durch

Selbst-Bewusstheit, Vorstellungskraft, Gewissen und dem unabhängigem Willen.

Ich persönlich bin der Meingung, dass es – auch oder vorallem in Belangen der Nachhaltigkeit – um

Aktivierung geht. Aktivierung im Sinne von Vorleben und neugierig machen, Möglichkeiten aufzeigen und

Unterstützung anbieten.Um das Entfachen von PRO-AKTIVEM Handeln.

Es muss jedem bewusst werden, dass oben genannte Determinanten nicht für unser Handeln verantwortlich sind

gemacht werden können. Ganz im Gegenteil – wir können die Komfortzone verlassen, es liegt an uns. Wir

können selbst entscheiden, wie sich ein Reiz auf unsere Reaktion auswirkt.
Frankl nannte es “die letzte Freiheit des Menschen” … ein selbst-bewusstes Wesen zu sein, entscheiden zu

können, wie wir auf einen auftretenden Reiz reagieren.

Und ich meine, dass wir diese Freiheit jedem zusprechen müssen. Wir können nicht von einer un-reflektierten Masse mit Entscheidungsschwäche oder -Unfähigkeit ausgehen – so kann sich langfristig nichts fundamental ändern.

Eine PRO-AKTIVE Veränderung erfolgt von INNEN nach AUßEN. Ich BIN anders, um da draußen etwas positives zu verändern – das sollte der Grundgedanke sein. Jeder kann selbst-bewusst Gestalter sein. Ein grundlegender gesetzlicher Rahmen wird natürlich nötig sein, aber das wiederfinden der Liebe zur Natur ist wesentlich kraftvoller und kann um so vieles mehr bewegen.

Was ich gegen eine Diktatur zur Verbesserung des Nachhaltigkeits-Bewusstseins habe?
Diktatoren sind Marionetten und austauschbar.

Es ist an der Zeit für einen Paradigmenwechsel. Und das schöne ist, wir haben es in der Hand!

“Ich kenne keine ermutigendere Tatsache
als die fraglose Fähigkeit des Menschen,
sein Leben durch bewusste
Anstrengung weiterzuentwickeln.”
Henry David ThoreauWas wir von Vikor Frankl lernen dürfen.

Ein sehr spannendes Themenfeld stellt die Diskussion um Reiz-Reaktions-Verhalten dar. Grundsätzlich wird

davon ausgegangen, dass jeder von uns ein bestimmtes Set an Verhaltensweisen inne hat – wir wurden schon

in frühester Kindheit konditioniert und reagieren auf bestimmte Umstände immer gleich. In der Lehre

spricht man von 3 sozialen Landkarten – welche unser Verhalten bestimmen:

Genetischer Determinismus (DNS bestimmt unser Leben, Verhaltensweisen werden von Generation zu Generation

weitergegeben)

Psychischer Determinismus (die Erziehung unserer Eltern und frühe Kindheitserfahrungen sind

richtungsweisend)

Umwelt-Determinismus (unsere Umwelt – Kollegen, ökonomische Situation, Lehrer etc. – sind für unser

Verhalten verantwortlich)

Ist das nicht herrlich! Keine Eigenverantwortung. Keine Entscheidung, die nur von uns abhinge. Keine

Verantwortung für Taten… da wir alles an unserer – auferlegten – Konditionierung festmachen können.

Warum mich dieses Thema momentan beschäftigt:

Am Donnerstag war ich Teil einer sehr spannende Diskussion beim SERI-10-Jahres-Fest in kleinem Kreis der

Young Sustainability Leaders. Wir gingen den Fragen nach, woran es liegen möge, dass so viele Menschen

keine Ahnung von dem Thema Nachhaltigkeit haben / nichts unternehmen, um ihren Wissensstand zu ändern /

was wir, die Gesellschaft, die Politik tun könne, um die Masse wach zu rütteln.

Sehr kontrovers. Von Diktatur bis hin zu laissez-faire war alles dabei.

Nachhaltiges Handeln und Denken ist [noch] einer “Elite” vorbehalten.Eine Möglichkeit wäre es, über

Gesetze und Vorgaben ein Umdenken zu erzwingen und der breiten Masse so das Entscheiden und Nachdenken

abzunehmen. Was, so eine Teilmeinung der Young Sustainability Leaders, nötig ist und wohl auch akzeptiert

würde – eigentlich sogar erwünscht, da der Mensch ansich keine Entscheidungen treffen will.

Kurzum, es ging also um das REAKTIVES Verhalten und wie man dieses in die “richtige” Richtung lenken kann.

Betrachtet man also das Reiz-Reaktions Schema von Viktor Frankl, so sieht man sich einem pro-aktivem

Modell gegenüber. Zwischen Reiz und Reaktion liegt der Entscheidungsfreiraum – bestimmt durch

Selbst-Bewusstheit, Vorstellungskraft, Gewissen und dem unabhängigem Willen.

Ich persönlich bin der Meingung, dass es – auch oder vorallem in Belangen der Nachhaltigkeit – um

Aktivierung geht. Aktivierung im Sinne von Vorleben und neugierig machen, Möglichkeiten aufzeigen und

Unterstützung anbieten.Um das Entfachen von PRO-AKTIVEM Handeln.

Es muss jedem bewusst werden, dass oben genannte Determinanten nicht für unser Handeln verantwortlich sind

gemacht werden können. Ganz im Gegenteil – wir können die Komfortzone verlassen, es liegt an uns. Wir

können selbst entscheiden, wie sich ein Reiz auf unsere Reaktion auswirkt.

Frankl nannte es “die letzte Freiheit des Menschen” … ein selbst-bewusstes Wesen zu sein, entscheiden zu

können, wie wir auf einen auftretenden Reiz reagieren.

Und ich meine, dass wir diese Freiheit jedem zusprechen müssen. Wir können nicht von einer un-reflektierten Masse mit Entscheidungsschwäche oder -Unfähigkeit ausgehen – so kann sich langfristig nichts fundamental ändern.

Eine PRO-AKTIVE Veränderung erfolgt von INNEN nach AUßEN. Ich BIN anders, um da draußen etwas positives zu verändern – das sollte der Grundgedanke sein. Jeder kann selbst-bewusst Gestalter sein. Ein grundlegender gesetzlicher Rahmen wird natürlich nötig sein, aber das wiederfinden der Liebe zur Natur ist wesentlich kraftvoller und kann um so vieles mehr bewegen.

Was ich gegen eine Diktatur zur Verbesserung des Nachhaltigkeits-Bewusstseins habe?

Diktatoren sind Marionetten und austauschbar.

Es ist an der Zeit für einen Paradigmenwechsel. Und das schöne ist, wir haben es in der Hand!

“Ich kenne keine ermutigendere Tatsache

als die fraglose Fähigkeit des Menschen,

sein Leben durch bewusste

Anstrengung weiterzuentwickeln.”

Henry David Thoreau

One Response to “Diktatur vs. Selbst-Bewusst-sein”

  1. Gabriele Wahl-Multerer 20. Jun, 2011 at 16:39 #

    Ich habe in Vorbereitung eines Vortrages, den ich heute halten werde, Ihren Beitrag gelesen.
    Diese Aussage von Viktor Frankl begleitet mich seit vielen Jahren.
    Eine andere Säule ist für mich aus dem Talmud: Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden zu Worten ….
    Ein Beitrag aus dem Christentum: Liebe Deinen Nächsten, wie dich selbst.
    Wir haben das Wissen von Jahrtausenden zur Verfügung. Es ist mehr Menschen zugänglich als je zuvor und trotzdem setzen nach wie vor nur einen Bruchteil dessen um. Wir sind Wissensriesen und Umsetzungzwerge.
    Ich habe für mich eine Möglichkeit der Umsetzung gefunden, indem ich mich aus meiner Komfortzone wegbewege. So geschehen z.B. durch eine Reise im Jeep durch den Oman, eines der am dünnsten besiedelten Gebiete der Erde.
    Reduzierung auf das Überlebensnotwendige, äußere Leere (Wüste). Dadurch Raum für die Besinnung auf mich selbst, auf meine Gedanken, Gefühle, Reize und Reaktionen.
    Es muss nicht der Oman sein. Ich halte es für extrem wichtig, das Außen zu minimieren, um tiefer in sich vordringen zu können. Sich auszuhalten, wahrzunehmen, um zu einem neuen Bewusstsein zu kommen, zu de-konditionieren und dadurch sich selbst wieder näher zu kommen.
    Glückliche, selbstbewusste Menschen sind in unserem System nicht gewollt.
    Wenn ich den Menschen erfolgreich vermittle, dass sie “Jemand” sind, wenn sie entsprechend viel konsumieren und mit prestigeträchtigen Konsumgütern umgeben, kann ich sie als Konsumenten optimieren und instrumentalisieren. Zu unserem System passt der eigenverantwortliche, nachhaltig und pro-aktiv handelnde Mensch nicht.
    Wenn er gewollt wäre, würden wir bereits im Kindergarten Verhaltensweisen trainieren, die einem friedlichen Miteinander und einem verantwortungsvollen Umgang mit der Welt, in der wir leben, zuträglich wären.
    Wir können nur, was wir erlernt haben ….

    Dieser Beitrag soll lediglich ein Erfahrungsbericht sein und keine “Bedienungsanleitung” für ein glückliches Leben.
    Jeder, der sucht, findet seinen eigenen Weg …
    Mit besten Grüßen
    Gabriele Wahl-Multerer

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